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Apple iPhone 18 Pro im Test: Sehr gut, aber in Europa zu teuer

Das iPhone 18 Pro überzeugt mit Verarbeitung, Lautsprechern, Tempo und starken Nachtfotos. Der Preis von 1.449 € ist aber eine Frechheit.

Von

Der Typ vor und hinter der Kamera

Noten

TechSite

1−

sehr gut

Community

–

Ab 5 Noten pro Bereich

BereichTechSiteCommunity
Haptik1– (noch zu wenige Noten)
Display1– (noch zu wenige Noten)
Leistung1+– (noch zu wenige Noten)
Software2+– (noch zu wenige Noten)
Akku2– (noch zu wenige Noten)
Kameras1−– (noch zu wenige Noten)

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So liest du die Note

Fazit

Das iPhone 18 Pro ist keineswegs schlecht, sondern ein sehr gutes Smartphone mit tollem Gesamtpaket: sehr gute Verarbeitung, starke Lautsprecher, ein rasend schneller Chip, flüssige Software und verrückt gute Nachtfotos. Genau das bekommst du aber auch mit dem iPhone 17 Pro und vielen Android-Handys zum halben Preis. Mit 1.449 € und ohne neue Siri in der EU ist es in Europa schlicht zu teuer.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Lautsprecher mit fast Surround-Effekt
  • Rasend schneller A20 Pro
  • Butterweiches iOS 27
  • Verrückt gute Nachtaufnahmen
  • Starker Videomodus mit variabler Blende

Contra

  • Sehr hoher Preis in Europa
  • Neue Siri in der EU nicht verfügbar
  • Kleiner Akku mit wenig Reserve für die Zukunft
  • Unnatürlicher Porträtmodus
  • Face ID versagt bei verdeckter Ecke
  • Leichte Farbveränderung an Tasten und Linsen

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Der Test

Das iPhone 18 Pro hat haufenweise Kritik geerntet, selbst von Kollegen, die selbst iPhones nutzen. Ich habe in den letzten Monaten viele China-Smartphones getestet, die sich eine Hardware-Schlacht liefern und Apple bei den Specs meilenweit abgehängt haben. Bei Apple geht es aber um das iPhone-Erlebnis, und genau darum geht es hier: Ich will dir als iPhone-Nutzer sagen, ob sich das Upgrade lohnt. Es gibt Kritik, vor allem am Preis, aber ich gehe auch gezielt auf die Punkte ein, die mir als Android-Nutzer positiv aufgefallen sind.

Haptik: fast schon glattgeleckt, mit Top-Lautsprechern

Die Verarbeitung ist sehr gut. Das iPhone liegt super angenehm in der Hand, ohne Kanten oder irgendwas, es ist fast schon glattgeleckt. Die Displayränder sind schön dünn. Das ist nichts Verrücktes, aber hier ist Apple auf einem Niveau mit anderen Top-Smartphones.

Die Notch ist kleiner geworden, und den in die Ecke gewanderten Infrarot-Sensor sieht man nur aus bestimmten Blickwinkeln. Das hat aber einen Haken: Wenn die Ecke beim Doomscrollen von der Hand verdeckt ist, funktioniert Face ID nicht. Und selbst wenn ich wegschaue, entsperrt sich das iPhone trotzdem. Das hat mein iPhone 13 nicht gemacht, und das war doch mal der Werbeslogan, oder?

Außerdem ist mir aufgefallen, dass sich um die Tasten und hinten um die Linsen herum die Farbe leicht verändert. Das lässt sich mit einem Tuch wegpolieren, aber wer macht das im Alltag?

Was du im Alltag dagegen sehr häufig machst, ist die Lautsprecher zu nutzen. Und die klingen gerade im kleinen iPhone wirklich sehr gut, noch etwas klarer und weniger dumpf als die vom Oppo Find X9 Ultra. Wenn du horizontal schaust, entsteht ein fast schon Surround-artiger Effekt, den ich von keinen anderen Handylautsprechern kenne.

Dazu ist das iPhone eines der wenigen Smartphones mit Qi2 und eingebauten Magneten.

Teilnote Haptik

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Display: toll, mit schön dünnen Rändern

Zum Display selbst gibt es nicht viel zu meckern: Es ist ein tolles Display, eingefasst von schön dünnen Rändern und mit kleinerer Notch als früher.

Teilnote Display

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Leistung: der A20 Pro auf M1-Niveau

Der A20 Pro liefert quasi die Performance eines M1. Das ist völlig verrückt. Allerdings ist er damit auf einem Niveau mit den neu vorgestellten Android-Chips, die sind alle rasend schnell.

Teilnote Leistung

TechSite 1+

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Software: butterweiches iOS 27, aber kaum KI in der EU

Beim Start begrüßt dich iOS 27, voll mit Liquid Glass. Mal ehrlich: Ich mag es. Auf meinem alten iPhone 13 hat das nur gehangen und genervt, hier ist alles so butterweich, dass man versteht, was Apple sich dabei gedacht hat. Wenn du also ein älteres iPhone hast, ist das definitiv ein frisches Erlebnis. Ab und an gibt es noch ein paar komische Mini-Bugs, aber das hat jede Software. Und ich liebe bei Apple diese flüssigen Animationen, die ineinander übergehen. Das gibt es in dieser Form wirklich kaum bei anderen.

Trotzdem ist iOS grundlegend Geschmackssache, und mir missfallen auch viele Dinge. Das ist aber kein Thema speziell des iPhone 18 Pro.

Das KI-Erlebnis ist ziemlich begrenzt. Wir haben wenigstens die Foto-Features wie den smarten Radierer oder den Perspektivwechsel. Die neue Siri auf Gemini-Basis bleibt uns in der EU aber verwehrt. Apple Intelligence ist damit ziemlich nutzlos, gerade weil jede anspruchsvollere Frage an ChatGPT geschickt werden muss. Das ist es nicht.

Teilnote Software

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Akku: auf dem Papier katastrophal, im Alltag solide

Rein hardwaretechnisch sieht es hier katastrophal aus: 4.056 mAh bekommen wir in Europa. Zum Vergleich: Das gleich große, neu vorgestellte Xiaomi 18 Pro liefert mit 7.000 mAh fast das Doppelte. Aber es geht ja nicht um Specs, also was macht Apple daraus? Die Akkulaufzeit ist absolut solide. Es ist kein Zwei-Tage-Handy, aber du kommst ohne Probleme durch einen Tag. Erstaunlicherweise lädt es auch ohne spezielles Apple-Netzteil mit 60 W schnell nach, bei einem kleinen Akku ist das natürlich auch einfacher.

Perspektivisch bleibt aber nicht viel Spielraum. Wenn der Akku in zwei Jahren nachlässt, kann das stören. Das ist eigentlich immer so bei Apple, aber vielleicht ist das auch deren Strategie.

Teilnote Akku

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Kameras: besser als die Specs, aber nicht die zweitbeste

DXOMark setzt das iPhone 18 Pro auf Platz 2 insgesamt, nur das Huawei Pura 80 Ultra soll noch besser sein. Meiner Meinung nach macht sich DXOMark mit dieser Bewertung unseriös.

Es wird viel über die neue variable Blende gesprochen. In der Praxis kannst du damit herumspielen, wirst du aber wahrscheinlich nicht. Viel besonderer ist, dass die Blende von f/1,8 auf f/1,48 gewachsen ist. Die Sensorgröße der Hauptkamera ist mit 1/1,28 Zoll nämlich absolut in Ordnung. Mega finde ich außerdem, dass ich die Kamera-App nach meinen Wünschen personalisieren kann. Das liebe ich auch bei Vivo.

Die Hauptkamera macht tagsüber absolut solide Fotos, teilweise einen Tick zu warm. Das gefällt der breiten Masse aber vermutlich besser als zu kalte Fotos. Es gibt auch einen 48-MP-Modus, allerdings konnte ich keinen großen Schärfeunterschied zu den 24 MP feststellen.

Besonders überrascht haben mich die Nachtaufnahmen. Hier liefert das iPhone eine verrückt gute Qualität: Die große Blende spielt mit einer exzellenten Bildverarbeitung zusammen, es gibt kaum Rauschen und viele Details. Das kenne ich so kaum von irgendeinem anderen Smartphone.

Die 4-fach-Telekamera ist 1:1 die gleiche wie letztes Jahr und hat weiterhin einen echt kleinen Sensor. Das liegt auch daran, dass Apple sich scheut, auf eine Periskop-Technik zu wechseln, die deutlich größere Sensoren ermöglicht, weil man dann nicht alles vertikal im Gerät verbauen muss. Die Fotos sind aber auch hier überraschend gut. Gerade im Vergleich zu meinem Oppo Find X9 Ultra, das einen dreimal größeren Sensor hat, muss sich das iPhone nicht verstecken.

Vergleich

Hauptkamera48 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,48 · 24 mm200 MP · 1/1,12″ (≈ 98 mm²) · f/1,5 · 23 mm
Tele48 MP · 1/2,55″ (≈ 24 mm²) · f/2,8 · 100 mm (4,2×)200 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/2,2 · 70 mm (3×)
Ultraweitwinkel48 MP · 1/2,55″ (≈ 24 mm²) · f/2,2 · 13 mm (0,5×)50 MP · 1/1,95″ (≈ 32 mm²) · f/2 · 14 mm (0,6×)
Video4K mit 120 fps, ProRes RAW, Dolby Vision HDR8K mit 30 fps, 4K mit 120 fps
Teilnote Kameras1−1+ (vorn)

Leuchtende Werte liegen vorn.Zum vollen Vergleich →

Enttäuscht hat mich der Porträtmodus. Den habe ich bei Vivo lieben gelernt, und auch bei Oppo gefällt er mir deutlich besser als bei Apple. Die Erfinder dieses Modus hängen mittlerweile wirklich weit zurück, die Freistellung sieht einfach nicht natürlich aus. Die Ultraweitwinkelkamera ist solide, aber wie bei vielen anderen nichts Besonderes.

Der Videomodus ist dagegen wirklich klasse. Mit der variablen Blende kannst du für natürliche Bewegungsunschärfe sorgen, das hilft vor allem beim Filmen in sehr hellen Umgebungen.

Unterm Strich ist die Kamera deutlich besser, als es die reinen Specs vermuten lassen, aber definitiv nicht die zweitbeste überhaupt. Ich sehe viele Vivo- und Oppo-Geräte weit darüber.

Umfrage

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Teilnote Kameras

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Preis: 1.449 € sind eine Frechheit

Das Kauferlebnis ist mit Abstand das Doofste von allem, denn die Preise sind wirklich frech. Gerade wenn du die amerikanischen mit den europäischen Preisen vergleichst, vergeht dir die Lust. Rechnet man ein, dass die Preise in Amerika ohne Mehrwertsteuer gelten, beachtet den Umrechnungskurs und vergleicht die Kaufkraft, kostet das iPhone 18 Pro einen Amerikaner umgerechnet 912 €. In Amerika verdient man im Schnitt mehr, und der Euro ist die stärkere Währung. Für 912 € wäre das ein guter Deal mit guter Preis-Leistung.

1.449 € sind aber eine absolute Frechheit, gerade weil wir hier nicht einmal die neue Siri bekommen. Dazu kommt: Solide Akkulaufzeit, sehr guten Chip, tolles Display, flüssige Software und eine solide Kamera bekommst du auch mit dem iPhone 17 Pro und mit haufenweise Android-Smartphones, die die Hälfte kosten. Ich weiß, das können iPhone-Fans nicht mehr hören, aber es muss gesagt werden, nur so ist es fair.

Vergleich

TechSite-Note1−keine Angabe
ChipApple A20 ProApple A19 Pro
Tele48 MP · 1/2,55″ (≈ 24 mm²) · f/2,8 · 100 mm (4,2×)48 MP · 1/2,55″ (≈ 24 mm²) · f/2,8 · 100 mm (4,2×)
Akku4.056 mAh (vorn, 1 % mehr)3.998 mAh
Gewicht211 g206 g

Leuchtende Werte liegen vorn, die Prozente zeigen, um wie viel.Zum vollen Vergleich →

Umfrage

Sind 1.449 € für das iPhone 18 Pro gerechtfertigt?

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Preis

Apple iPhone 18 Pro

UVP 1.449 € · Marktstart September 2026

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Kamerabeispiele

Fotos aus dem Test, nach Objektiv sortiert. Wähl ein Bild, um es groß zu sehen.

Hauptkamera · 48 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,48 · 24 mm

  • ISO
    64
    Blende
    f/1,48
    Zeit
    1/4329 s
    Brennweite
    24 mm
  • ISO
    64
    Blende
    f/1,8
    Zeit
    1/1192 s
    Brennweite
    48 mm
  • ISO
    2500
    Blende
    f/1,48
    Zeit
    1/9 s
    Brennweite
    24 mm
  • ISO
    500
    Blende
    f/1,48
    Zeit
    1/25 s
    Brennweite
    24 mm
  • ISO
    64
    Blende
    f/1,48
    Zeit
    1/2865 s
    Brennweite
    24 mm

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