Das Oppo Find X10 Pro Max kostet in Deutschland 1.799 €, als China-Import aber nur knapp 1.000 €. Bei gleicher Hardware hat die China-Version sogar mehr Akku: 8.000 statt 7.150 mAh. Ich habe mir angeschaut, wo der Haken ist und ob sich das Gerät überhaupt lohnt.
Haptik: das chinesische iPhone
Ich nenne das Find X10 Pro Max gern das chinesische iPhone: Es ist massentauglich und trotzdem innovativ. Es wiegt 233 g bei 8,4 mm Dicke und ist nach IP68 und IP69 gegen Wasser und Staub geschützt.
Teilnote Haptik
Display: groß, schnell und hell
Vorne sitzt ein 6,78 Zoll großes LTPO-AMOLED-Display mit bis zu 144 Hz und einer Spitzenhelligkeit von 3.600 Nits.
Teilnote Display
Leistung: Dimensity 9600 Pro und die Speicherfrage
Im Inneren arbeitet der Mediatek Dimensity 9600 Pro, dazu gibt es 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher. Beim Speicher unterscheiden sich die Versionen: In China gibt es das Handy mit 256 GB, in Deutschland startet es erst mit 512 GB. Ich finde es ehrlich gesagt überhaupt nicht sinnvoll, so viele Daten auf dem Handy mit dir herumzutragen. Was passiert, wenn dir das Gerät runterfällt oder geklaut wird? Dann ist alles weg.
Teilnote Leistung
Software: hier steckt der Haken
Das Find X10 Pro Max startet mit Android 17. Beim China-Import liegt genau hier der Haken: Es gibt kein Android Auto und keine eSIM. Außerdem ist Google weniger tief integriert, du bekommst also weder Gemini noch Circle to Search.
Für manche ist das völlig egal, für andere ein Ausschlusskriterium. Wenn du täglich im Auto navigierst oder nur noch eSIM nutzt, greifst du besser zum EU-Modell.
Teilnote Software
Akku: beeindruckende Laufzeit, langsames Laden
Die China-Version hat 8.000 mAh statt der 7.150 mAh im EU-Modell. Die Akkulaufzeit ist sehr beeindruckend. Weniger toll: Trotz 80 W mit Kabel dauert das Aufladen relativ lange. Kabellos lädt das Handy mit bis zu 50 W.
Teilnote Akku
Kameras: dreimal 200 Megapixel, aber nicht alles Gold
Oppo setzt auf drei Kameras mit je 200 MP: die Hauptkamera mit 1/1,3″, f/1,5 und 24 mm, das Ultraweitwinkel mit 1/1,56″ und 13 mm und das Tele mit 1/1,56″ und 70 mm, also 2,9-fach. Dazu kommen der Hasselblad Master-Modus und OpenGate mit O-Log2. Ehrlich gesagt: 200 MP überall ist vor allem auch gutes Marketing.
Mit der Oppo-Kamera-App werde ich weiterhin nicht richtig warm, dafür hat sie mir zu viele verschiedene Modi. 50 MP im Master-Modus gibt es nur mit JPGMax, und der Hi-Res-Modus kommt ohne Farbeinstellungen. Der Master-Modus ist tagsüber toll, bei wenig Licht kannst du ihn aber vergessen. Die Ausnahme war meine Garage: Da sieht das Ergebnis toll aus, auch wenn das Vivo mithalten kann.
Im Vergleich mit dem Vivo X500 Pro Max und dem Honor Magic9 Pro Max fallen mir zwei Dinge auf. Erstens haben beide ein 85-mm-Tele statt 70 mm, und 85 mm gefällt mir einfach besser. Zweitens wirken die Farbprofile bei Oppo eher nach Instagram, während Honor mit Authentic und Vivo mit Refined eigene Modi haben, die dem Master-Modus ähneln.
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Teilnote Kameras
Import oder EU-Modell: für wen sich was lohnt
Die Rechnung ist einfach: 1.799 € in Deutschland gegen knapp 1.000 € für den Import, bei gleicher Hardware und größerem Akku. Dafür bekommst du beim Import nur 1 Jahr Garantie über TradingShenzhen und musst auf Android Auto, eSIM und Gemini verzichten.
Wenn du das alles nicht brauchst, sparst du richtig viel Geld. Wenn du täglich im Auto navigierst oder nur eSIM nutzt, nimm das EU-Modell. Ich selbst würde zum Import greifen, weil ich 1.799 € einfach zu viel finde.
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