Das Honor WIN bringt den Snapdragon 8 Elite Gen 5, ein 185-Hz-Display und einen völlig kranken 10.000-mAh-Akku mit, und das als Import ab 557 €. Ich dachte zuerst: Das ist der Preis-Leistungs-Killer des Jahrzehnts, denn Honor verbaut hier Hardware, die eigentlich das Dreifache kostet. Nach zwei Wochen im Dauertest bin ich aber absolut zwiegespalten. Die Frage, ob sich der Import für dich lohnt, ist komplizierter, als ich dachte.
Haptik: hochwertig verarbeitet, aber etwas schwer
Die Verarbeitung ist hochwertig, das Honor WIN wirkt richtig premium. Die Knöpfe sind sehr klicky, das gefällt mir. Trotz des Kameraplateaus wackelt das Handy aber auf dem Tisch.
Der Vibrationsmotor ist eher schlecht und kommt ohnehin kaum zum Einsatz. Die Lautsprecher sind laut und basslastig, nur die Mitten sind etwas schwach. Mit 229 g ist das Gerät außerdem etwas schwer. Unterm Strich gibt es dafür eine 2+.
Teilnote Haptik
Display: scharf, hell und mit extrem gutem PWM
Die Displayränder sind dünn und fast symmetrisch. Das Panel ist scharf, hell und hat tolle Farben, dazu kommen adaptive 185 Hz. Richtig stark ist das PWM mit 5.920 Hz, das ist extrem gut.
Einziger Punkt: Mit 6,83 Zoll ist das Display etwas groß. Dafür gibt es eine Note 1.
Teilnote Display
Leistung: Top-Hardware, die nicht ganz so schnell wirkt
Im Honor WIN steckt der Snapdragon 8 Elite Gen 5, dazu 12 oder 16 GB RAM und 256 GB bis 1 TB Speicher nach UFS 4.1. Welche Speichergröße für dich reicht, kannst du mit unserem Rechner abschätzen.
Ruckler hatte ich keine. Durch die Software wirkt das Handy aber nicht so schnell und weich, wie es laut Datenblatt könnte. Für die Hardware selbst gibt es trotzdem eine 1.
Teilnote Leistung
Software: die große Schwachstelle
Auf meinem Testgerät läuft die China-ROM mit MagicOS 10 auf Basis von Android 16, der Sicherheitspatch stammt aus Februar 2026. Die China-Hinweise lassen sich zum absoluten Großteil entfernen. Das ist allerdings etwas Aufwand, weil auch China-Bloatware vorinstalliert ist.
Positiv: Apps laufen wie bei EU-ROMs im Hintergrund weiter, und Benachrichtigungen kommen zuverlässig an. Extra Einstellungen sind dafür nicht nötig.
Beim Always-on-Display wird es ärgerlich. Es gibt nur wenige Einstellungen, und animiert ist nur die Variante mit eingeschaltetem Hintergrundbild. Außerdem erscheint es nur per Tipp, es ist also per Definition gar kein „Always-on“. Bei dem Akku ist das wirklich schade.
Umfrage
Wie wichtig ist dir ein echtes Always-on-Display?
Das Ergebnis siehst du nach deiner Stimme. Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu
Insgesamt bietet die Software kaum Einstellungsmöglichkeiten und kaum haptisches Feedback. Trotz 1a-Hardware wirkt sie langsamer und unreifer, das ist eine vergebene Chance. Für mich ist MagicOS hier eines der schlechteren China-Betriebssysteme. Deshalb gibt es nur eine 4+.
Teilnote Software
Akku: quasi eine Powerbank dabei
Der SiC-Akku mit 10.000 mAh ist einfach crazy. Die Laufzeiten sind extrem gut, teilweise bin ich drei bis vier Tage am Stück ohne Laden ausgekommen.
Geladen wird mit bis zu 100 W per Kabel und 80 W kabellos, PD wird unterstützt. Dazu kommen 27 W Reverse Charging per Kabel und kabelloses Reverse Charging. Damit hast du quasi eine Powerbank dabei. Das ist eine glatte 1+.
Teilnote Akku
Kameras: solide für den Alltag, mehr nicht
Die Kamera-App ist eine Kopie der Apple-App. Die „Live“-Fotos sind super nervig und schlecht kopiert.
Die Hauptkamera mit 50 MP, f/2,0 und 1/1,56″ ist solide, aber nichts Besonderes. Bei gutem Licht sind die Bilder mehr als in Ordnung, mit schönen, realistischen Farben, auch wenn schnell Details verloren gehen.
Das Ultraweitwinkel mit 12 MP variiert etwas bei den Farben. Es liefert auch weniger Details. Gerade bei einer Ultraweitwinkelkamera, die sehr viel einfängt, merkst du das schnell, wenn du nur ganz leicht reinzoomst.
Das 3-fach-Tele mit 50 MP, f/2,4 und 1/2″ ist in Ordnung. Das ist immer noch ein größerer Sensor als im iPhone 17 Pro. Farben und Kontrast sind meistens okay, Porträts eher so lala.
Vergleich
Für alle Alltagsknipser reichen die Kameras absolut aus. Wenn du einen Fotografie-Anspruch hast, ist das hier das falsche Smartphone. Dafür gibt es eine 3−.
Teilnote Kameras
Für wen lohnt sich der Import?
557 € sind bei dieser Hardware eine Ansage. Der Akku ist herausragend und ein Alleinstellungsmerkmal für alle, die sehr viel unterwegs sind und mit ihrem Smartphone auch andere Geräte laden müssen.
Ich bin mit dem Handy aber nicht so richtig warm geworden und hatte wenig Lust, es zu benutzen. Das ist kein gutes Zeichen. Die Software ist leider wirklich DAS Problem, für mich ist es die schlechteste, die ich bisher getestet habe. Wegen der guten Hardware und Verarbeitung ergibt das Zeugnis eine 2. Ich selbst würde es aber eher mit einer 3 bewerten, weil die Software für mich alles „kaputt“ macht.
Umfrage
Wäre dir ein 10.000-mAh-Akku eine schwache Software wert?
Das Ergebnis siehst du nach deiner Stimme. Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu
Beim Import lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.
* Affiliate-Link: Kaufst du darüber, bekommt TechSite eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
