TechSite
Suchen

Test · , aktualisiert am

Motorola Razr 60 im Test: Budget-Flip mit Premium-Gefühl

Das Razr 60 fühlt sich hochwertig an, hat ein helles Display und einen tollen Vibrationsmotor. Abstriche gibt es bei Leistung, Speicher und Ultraweitwinkel.

Von

Der Typ vor und hinter der Kamera

Noten

TechSite

2−

gut

Im Test 2, heute eine Stufe Altersabzug

Community

–

Noch keine Noten

BereichTechSiteCommunity
Haptik2– (noch zu wenige Noten)
Display2– (noch zu wenige Noten)
Leistung2−– (noch zu wenige Noten)
Software3+– (noch zu wenige Noten)
Akku2−– (noch zu wenige Noten)
Kameras3+– (noch zu wenige Noten)

Community-Noten geben Leser ohne Konto ab. Ob sie das Handy besitzen, prüfen wir nicht; von einem Internetanschluss zählen höchstens 10 Bewertungen pro Handy und Tag.

So liest du die Note

Fazit

Das Motorola Razr 60 zeigt, dass ein günstiges Flip-Phone sich richtig hochwertig anfühlen kann: stabiles Scharnier, toller Vibrationsmotor, helles Display und ein für ein Klapphandy großer Akku. Abstriche machst du bei der Leistung, beim langsamen Speicher, beim Ultraweitwinkel und beim etwas altbackenen Softwaredesign. Wer ein bezahlbares Flip sucht und damit vielleicht auch seine Screentime senken will, bekommt hier ein stimmiges Paket.

Pro

  • Hochwertige Haptik mit Metallrahmen
  • Sehr stabiles Scharnier, satisfying Zuklappen
  • Vibrationsmotor auf iPhone-Niveau
  • Auffällig helles 120-Hz-Innendisplay
  • 4.500-mAh-Akku mit kabellosem Laden
  • Selfies mit der Hauptkamera über das Außendisplay

Contra

  • Gelegentliche Ruckler und längere App-Starts
  • Langsamer UFS-2.2-Speicher
  • Ultraweitwinkel kaum brauchbar
  • Sichtbare Displayfalte
  • Softwaredesign wirkt alt, wenig Individualisierung
  • Selfiekamera nur Durchschnitt

* Affiliate-Link: Kaufst du darüber, bekommt TechSite eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Der Test

Das Motorola Razr 60 ist ein Flip-Phone aus der günstigeren Ecke, und genau deshalb habe ich mir zwei Fragen gestellt: Wo muss man bei einem Budget-Klapphandy Abstriche machen? Und wofür braucht man so ein Flip überhaupt? Meine Antwort auf die zweite Frage vorweg: Das Aufklappen ist eine kleine, fast imaginäre Hürde, die dir helfen kann, weniger Zeit am Handy zu verbringen.

Das Video lädt erst beim Abspielen, dann erfährt YouTube deine IP-Adresse. Mehr dazuAuf YouTube ansehen ↗

Haptik: fühlt sich teurer an, als es ist

Metallrahmen, gebogenes Glas und eine gummiartige, hochwertig anmutende Struktur auf der Rückseite: Das Razr 60 fühlt sich grundsätzlich hochwertig an. Das Scharnier ist sehr stabil, und das Zuklappen ist einfach satisfying. Wenn ich etwas erledigt habe und das Handy zuklappe, macht das jedes Mal Spaß.

Ein echtes Highlight ist der Vibrationsmotor. Der ist sehr gut, besser als beim Samsung S25 Ultra und auf iPhone-Niveau. Das gibt dem Handy direkt ein Premium-Gefühl.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig und sitzt auch zugeklappt an einer guten Position, allerdings eher für Rechtshänder. Das ist Gewöhnungssache. Wie sich das für Links- und Rechtshänder anfühlt, zeige ich dir im Video. Gegen Wasser ist das Razr 60 nach IP48 geschützt.

Teilnote Haptik

TechSite 2

Community –

Deine Note

Display: auffällig hell, mit sichtbarer Falte

Das Innendisplay hat wegen des Faltmechanismus etwas dickere Ränder. Mit 413 ppi ist es scharf genug, mit bis zu 3.000 Nits auffällig hell, und 120 Hz sorgen für flüssige Bewegungen. Die Falte in der Mitte ist merklich. Das ist Gewöhnungssache, stört aber nicht unbedingt.

Das Außendisplay hat dünn ausgeschnittene Kameras, und die Ränder stören nicht. Es läuft mit 90 Hz. Auf der Couch einhändig Benachrichtigungen checken klappt damit gut, aber den richtigen Nutzen habe ich für mich ehrlich gesagt noch nicht so richtig herausgefunden.

Teilnote Display

TechSite 2

Community –

Deine Note

Leistung: Mittelklasse mit gelegentlichen Rucklern

Im Razr 60 steckt mit dem Mediatek Dimensity 7400X (4 nm) ein Mittelklasse-Chip, und das merkst du. Ab und an ruckelt es, zum Beispiel wenn du Netflix im Querformat verlässt oder eine neue App startest. Apps brauchen generell etwas länger zum Starten. Für einen Mittelklasse-Preis ist die Leistung aber ausreichend.

Eine Schwachstelle ist der Speicher: Mit UFS 2.2 ist er langsam.

Die Mikrofone hören sich gut an. Die Lautsprecher finde ich okay, aber da entscheidest du am besten selbst: Im Video spiele ich dir einen Test vor.

Teilnote Leistung

TechSite 2−

Community –

Deine Note

Software: fast reines Android, aber etwas altbacken

Das Razr 60 läuft mit Android 15, und Motorola bleibt sehr nah an reinem Android. Wer das mag, wird sich hier wohlfühlen. Dafür gibt es weniger Möglichkeiten zur Individualisierung, und das Softwaredesign wirkt etwas alt.

Moto AI ist integriert, allerdings nur bedingt nützlich. Richtig gut gefallen mir dagegen die haptischen Vibrationen, die das Betriebssystem spürbar aufwerten. Praktisch sind auch die Moto-Gesten wie Drehen fürs Öffnen der Kamera und Schütteln für die Taschenlampe, die ich dir im Video zeige.

Teilnote Software

TechSite 3+

Community –

Deine Note

Akku: beeindruckend für ein Klapphandy

Der Akku hat 4.500 mAh und setzt auf Silizium-Kohlenstoff-Technik. Im Vergleich zum Samsung S25 Ultra finde ich das für ein Flip-Phone beeindruckend. Geladen wird mit 30 W per Kabel, und kabelloses Laden ist ebenfalls an Bord.

Vergleich

MerkmalMotorolaRazr 60SamsungS25 Ultra
Akku4.500 mAh5.000 mAh (vorn, 11 % mehr)
Mit Kabelbis 30 Wbis 45 W (vorn, 50 % mehr)
Kabellosbis 15 Wbis 15 W
Dicke7,3 mm8,2 mm
Gewicht188 g218 g

Leuchtende Werte liegen vorn, die Prozente zeigen, um wie viel.Zum vollen Vergleich →

Teilnote Akku

TechSite 2−

Community –

Deine Note

Kameras: solide Hauptkamera, schwaches Ultraweitwinkel

Die Hauptkamera ist solide. Nichts Besonderes, aber bei Tag gelingen dir schicke Fotos. Das Ultraweitwinkel ist dagegen außer für Schnappschüsse nicht wirklich zu gebrauchen.

Die Selfiekamera ist nur Durchschnitt. Das macht aber wenig, denn dank des Außendisplays kannst du Selfies mit der Hauptkamera machen, und die werden deutlich hochwertiger.

Teilnote Kameras

TechSite 3+

Community –

Deine Note

Wofür überhaupt ein Flip-Phone?

Für mich liegt der eigentliche Reiz im Aufklappen selbst. Das Handy aus der Hosentasche nehmen und erst aufklappen zu müssen, ist eine kleine Hürde, die dich eher zweimal überlegen lässt, ob du jetzt wirklich aufs Handy schauen musst. Wer seine Screentime reduzieren will, kann davon profitieren. Einhändig öffnen ist dabei nicht ganz ohne; wie schwierig das ist, siehst du im Video.

Umfrage

Würde dir ein Klapphandy helfen, weniger Zeit am Smartphone zu verbringen?

Das Ergebnis siehst du nach deiner Stimme. Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu

Wenn du noch unsicher bist, ob ein Flip-Phone überhaupt zu dir passt, hilft dir unser Handy-Finder weiter.

Wann lohnt sich das Ultra?

Zum Ultra würde ich greifen, wenn du nochmal einen Tick mehr Leistung brauchst. Allerdings gibt es in dieser Preisregion mittlerweile auch schon neuere Flip-Phones, die du dir dann ebenfalls anschauen solltest.

Kamerabeispiele

Fotos aus dem Test, nach Objektiv sortiert. Wähl ein Bild, um es groß zu sehen.

Hauptkamera · 50 MP · 1/1,95″ (≈ 32 mm²) · f/1,7 · 25 mm

  • ISO
    101
    Blende
    f/1,7
    Zeit
    1/2115 s
    Brennweite
    25 mm
  • ISO
    100
    Blende
    f/1,7
    Zeit
    1/683 s
    Brennweite
    25 mm
  • ISO
    100
    Blende
    f/1,7
    Zeit
    1/765 s
    Brennweite
    25 mm
  • ISO
    100
    Blende
    f/1,7
    Zeit
    1/357 s
    Brennweite
    76 mm
  • ISO
    100
    Blende
    f/1,7
    Zeit
    1/1374 s
    Brennweite
    127 mm

War der Test hilfreich?

Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu