Wer aktuell ein kompaktes High-End-Smartphone sucht, muss sich eigentlich zwischen dem iPhone 17 Pro und dem Pixel 10 Pro entscheiden, denn das S26 ist dieses Jahr einfach keine Konkurrenz. Doch dann kommt Xiaomi um die Ecke, mit dem ausgefallenen Namen „Xiaomi 17 Pro“. Ich habe es zwei Wochen lang als mein tägliches Smartphone genutzt. Obwohl es in Europa nicht verkauft wird, liefert Xiaomi hier die flüssigste Android-Erfahrung ab, die ich je bei einem Hersteller aus China gesehen habe. Hier erfährst du, ob sich der Import lohnt, was das Handy besonders macht und welche Features reine Spielerei sind.
Haptik: iPhone-Format mit Display auf dem Rücken
Das Xiaomi 17 Pro hat die gleiche Größe und fast die gleiche Optik wie das iPhone 17 Pro. Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Besonderheit sitzt auf der Rückseite: ein zweites, kleines Display.
Vergleich
Der Fingerabdrucksensor ist megaschnell. Einen Action Button gibt es nicht, und auch Qi2 fehlt.
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Ein kleines Display auf der Rückseite: Brauchst du das?
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Teilnote Haptik
Display: dünne Ränder, tolle Farben
Die Ränder um das 6,3-Zoll-Display sind mit 1,15 mm sehr dünn. Das LTPO-AMOLED-Panel löst mit 2.656 × 1.220 Pixeln auf, das ergibt eine hohe Pixeldichte von 464 ppi. Mit 3.500 Nits Spitzenhelligkeit ist es ganz gut aufgestellt, dazu kommt HDR10+. Das Gleiche gibt es auf der Rückseite noch einmal in klein. Bis zu 120 Hz reichen mehr als aus, mehr braucht es nicht. Die Farben sind toll, und geschützt wird das Ganze von Gorilla Glass Victus 2. Eine Anti-Reflexionsschicht fehlt allerdings.
Teilnote Display
Leistung: so weich wie noch nie
Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit 12 oder 16 GB RAM und UFS-4.1-Speicher. Im Alltag fühlt sich das Xiaomi 17 Pro sehr weich an, die Animationen laufen butterweich. Ich habe schon viele Smartphones getestet, aber so weich wie hier war es noch nie.
Teilnote Leistung
Software: besser als erwartet, mit einem großen Haken
HyperOS ist als China-ROM überraschend clean und sehr animationslastig. Das Liquid-Glass-Design von Apple, an dem sich gerade viele andere Oberflächen orientieren, übernimmt HyperOS kaum. China-Dienste lassen sich etwas besser entfernen als bei anderen Herstellern. Nicht alles lässt sich aber ersetzen: Per Doppelklick auf die Power-Taste startet die Kamera, Gemini dagegen nicht. Was mir fehlt, ist eine smarte Suche. Auch Widgets sind schwer zugänglich, und Dinge wie die Google-Timeline fehlen. In dem Punkt fühlt es sich fast wie die China-Version von Android an. Lockscreen und Always-on-Display haben schicke Designs, aber keine Widgets.
Das größte Thema sind die Benachrichtigungen. Die waren anfangs schlecht, dann habe ich den Umstieg auf die Android-Variante gefunden, und das ist ein großes Plus. Trotzdem bleiben sie merklich weniger zuverlässig: Nicht jede Benachrichtigung kommt an, bei Snapchat zum Beispiel. Das ist ein riesiges Problem aller China-Smartphones und kann für dich ein Dealbreaker sein. Unterm Strich ist HyperOS nicht mein Lieblingssystem, aber deutlich besser als erwartet.
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Unzuverlässige Benachrichtigungen: Wäre das für dich ein Dealbreaker?
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Teilnote Software
Akku: beeindruckend für 6,3 Zoll
Für ein Handy mit 6,3 Zoll ist der Akku mit 6.300 mAh beeindruckend groß. Ich bin auf sehr gute 1,5 Tage Laufzeit gekommen.
Teilnote Akku
Kameras: Leica drauf, aber nicht auf Leica-Niveau
Die Hauptkamera mit 50 MP, f/1,7 und einem 1/1,28-Zoll-Sensor macht gute Bilder und gute Videos. Die Leica-Farben sind für mich allerdings etwas off. Die Ultraweitwinkelkamera mit 50 MP und f/2,4 sitzt sehr schlecht: Ich habe sie dauerhaft mit dem Finger verdeckt. Außerdem liefert sie andere Farben als die Hauptkamera.
Das 5×-Tele mit 50 MP und f/3,0 macht solide Fotos, wieder mit leicht anderen Farben. Der 5-fache optische Zoom ist mir gefühlt etwas zu viel, ich habe ihn weniger genutzt als die 3- bis 3,7-fachen Teles bei Vivo. Für Details in der Ferne ist er aber nice. Der Porträtmodus ist schlechter als erwartet.
Ein Kameraplateau ist kaum vorhanden. Die Integration ins Rückdisplay ist süß, aber unnötig. Leica steht drauf, doch außer ein paar Farbmodi, die eher verfälschen, erkenne ich die Integration nicht wirklich. Nervig: Face-Tuning ist immer aktiv und muss von Hand ausgeschaltet werden, im Porträtmodus sogar jedes Mal. Insgesamt sind die Kameras eine Klasse hinter Oppo und Vivo, aber ähnlich wie bei Samsung.
Teilnote Kameras
Beim Import lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.
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