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Wie lange bekommst du Updates für dein Handy?

Sieben, fünf oder vier Jahre: So ordnest du die Update-Zusage beim Handykauf ein und so viel versprechen die aktuellen Modelle.

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Bei vielen aktuellen Android-Handys sind es sieben Jahre, bei anderen fünf oder nur vier. Wie lange dein Handy Updates bekommt, entscheidet mit, wie lange es sicher bleibt und was es beim Verkauf noch wert ist. Hier erfährst du, wo die Unterschiede liegen und wie du die Zusagen beim Kauf einordnest.

Warum Updates für Sicherheit und Wiederverkaufswert zählen

Sicherheit

In jeder Software stecken Fehler, und manche davon lassen sich für Angriffe ausnutzen. Sicherheitsupdates schließen solche Lücken. Bekommt dein Handy keine Updates mehr, bleiben neu entdeckte Lücken offen. Das Gerät funktioniert zwar weiter, ist aber ein leichteres Ziel.

Dazu kommt der Alltag mit Apps. Banking-Apps, Messenger und andere Dienste setzen irgendwann eine neuere Systemversion voraus. Ein Handy ohne Updates verliert so nach und nach Funktionen, auch wenn die Hardware noch gut ist.

Systemupdates und Sicherheitsupdates

Hersteller unterscheiden oft zwischen zwei Arten von Updates. Systemupdates bringen eine neue Android- oder iOS-Version mit neuen Funktionen. Sicherheitsupdates stopfen nur Lücken. Manche Hersteller versprechen für beides gleich viele Jahre, andere liefern Sicherheitsupdates länger als neue Versionen. Schau beim Kauf also genau hin, was die Zusage umfasst.

Wiederverkaufswert

Wer ein gebrauchtes Handy kauft, achtet zunehmend darauf, wie lange es noch unterstützt wird. Ein Gerät mit vier verbleibenden Update-Jahren lässt sich leichter verkaufen als eines, bei dem die Unterstützung bald endet. Eine lange Zusage hält den Restwert also stabiler, wenn du dein Handy nach zwei oder drei Jahren weitergeben willst.

Unterschiede zwischen Android- und iOS-Herstellern

Bei Android sind mehrere Firmen beteiligt. Google entwickelt das System, der Hersteller passt es an seine eigene Oberfläche an, und der Chiphersteller muss passende Treiber liefern. Wie lange ein Handy Updates bekommt, entscheidet am Ende jeder Hersteller selbst. Deshalb gehen die Zusagen so weit auseinander.

Google und Samsung haben ihre Zusagen in den letzten Jahren deutlich verlängert und sind bei sieben Jahren angekommen. Andere Hersteller versprechen weniger, bei manchen Modellen fehlt eine klare Angabe ganz.

Apple steuert Hardware und Software selbst. Das macht lange Unterstützung einfacher, und iPhones bekommen erfahrungsgemäß viele Jahre lang neue iOS-Versionen. Eine feste Jahreszahl zum Start nennt Apple aber traditionell nicht so klar wie Google oder Samsung. In unserer Datenbank steht deshalb bei den iPhones keine Update-Zusage, und sie tauchen im Vergleich unten nicht auf.

Auch die EU spielt eine Rolle: Für Smartphones, die neu auf den Markt kommen, schreibt sie inzwischen vor, dass Hersteller noch mehrere Jahre nach dem Verkaufsende Updates liefern. Das hebt vor allem bei günstigeren Modellen die Untergrenze.

Wie viele Jahre die aktuellen Modelle zusagen

Die Angaben unten stammen aus unserer Datenbank. Das Jahr in Klammern zeigt, bis wann die Zusage etwa reicht.

Sieben Jahre

Die meisten Modelle mit Update-Zusage liegen hier. Dazu gehören die Pixel-11-Reihe mit dem Google Pixel 11, dem Pixel 11 Pro, dem Pixel 11 Pro XL und dem Pixel 11 Pro Fold (bis etwa 2033). Samsung ist mit dem Samsung S26, dem S26+, dem S26 Ultra und dem Galaxy S26 FE dabei, außerdem mit den Foldables Galaxy Z Flip8, Z Fold8 und Z Fold8 Ultra.

Auch das Google Pixel 10a bekommt sieben Jahre (bis etwa 2033), obwohl es zur günstigeren Klasse gehört. Dazu kommen das Honor Magic9 Pro Max, das Honor Magic V6 und das Motorola Razr Fold.

Fünf Jahre

Vivo sagt für die x500-Reihe fünf Jahre zu, also für das Vivo x500, das Vivo x500 Pro und das x500 Pro Max (bis etwa 2031). Gleiches gilt für das Oppo Find X9 Pro und das Oppo Find x9 Ultra (bis etwa 2031) sowie das ältere Vivo x300 Pro (bis etwa 2030).

Vier Jahre

Das Xiaomi POCO F9 Pro und das Sony Xperia 10 VIII bekommen vier Jahre (bis etwa 2030). Das ist unter den aktuellen Modellen mit Zusage das untere Ende.

Ohne Angabe

Bei einigen aktuellen Modellen haben wir keine Update-Zusage in der Datenbank, etwa beim Xiaomi 18 Pro, beim Oppo Find X10, bei den Huawei-Modellen, beim Nothing Phone (4a) und bei den iPhones. Das heißt nicht, dass es keine Updates gibt. Es fehlt nur eine Angabe, mit der wir rechnen können.

Updates

  • Google Pixel 11bis etwa 2033

    7 Jahre ab August 2026 · 143 € UVP je Jahr mit Updates

  • Vivo x500 Probis etwa 2031

    5 Jahre ab September 2026 · 280 € UVP je Jahr mit Updates

  • Xiaomi POCO F9 Probis etwa 2030

    4 Jahre ab September 2026 · 225 € UVP je Jahr mit Updates

Der senkrechte Strich ist heute. Gezählt ab Marktstart, so wie der Hersteller Updates zusagt.

Die Zusage zählt ab Marktstart

Die Update-Jahre laufen ab dem Marktstart, nicht ab deinem Kauf. Kaufst du ein Modell ein Jahr nach dem Start, bleiben dir entsprechend weniger Jahre. Das Samsung S25 FE etwa hat sieben Jahre Zusage bis etwa 2032, das neuere S26 FE bis etwa 2033. Bei älteren Modellen lohnt deshalb immer der Blick auf das Enddatum.

Was UVP pro Update-Jahr über den Wert verrät

In unseren Vergleichen findest du den Wert „UVP je Jahr mit Updates“. Dafür teilen wir die unverbindliche Preisempfehlung zum Start durch die Zahl der zugesagten Update-Jahre. Ein Beispiel mit runden Zahlen: Kostet ein Handy 700 € und bekommt es sieben Jahre Updates, sind das 100 € pro Jahr. Ein Handy für 800 € mit vier Jahren kommt auf 200 € pro Jahr.

So siehst du schnell, wie viel unterstützte Nutzungszeit du für dein Geld bekommst. Unter den aktuellen Modellen schneidet das Pixel 10a besonders gut ab, weil es einen niedrigen Preis mit sieben Jahren verbindet. Teure Foldables und Modelle mit fünf Jahren Zusage liegen deutlich höher.

Vergleich

MerkmalGooglePixel 10aXiaomiPOCO F9 ProOppoFind X9 Pro
Updates7 Jahre, bis etwa 2033 (vorn, 40 % mehr)4 Jahre, bis etwa 20305 Jahre, bis etwa 2031
UVP je Jahr mit Updates≈ 93 € (vorn, 59 % weniger)≈ 225 €≈ 320 €
System zum StartAndroid 16Android 16Android 16

Leuchtende Werte liegen vorn, die Prozente zeigen, um wie viel.Zum vollen Vergleich →

Der Wert hat Grenzen. Er sagt nichts über Kamera, Display oder Leistung. Er rechnet mit der UVP, obwohl die Straßenpreise meist schnell fallen. Bei Import-Handys ohne UVP gibt es ihn gar nicht. Und kaum jemand nutzt ein Handy wirklich sieben Jahre lang, schon weil der Akku in dieser Zeit nachlässt. Sieh ihn also als Orientierung, nicht als Urteil. Weitere Modelle stellst du in unserem Handy-Vergleich selbst gegenüber.

Worauf du achten solltest

  • Plane deine Nutzungsdauer. Wenn du dein Handy vier Jahre oder länger behalten willst, wähle eins, dessen Zusage diesen Zeitraum sicher abdeckt.

  • Achte auf das Enddatum. Die Jahre zählen ab Marktstart. Ein günstiges Vorjahresmodell hat oft weniger Restzeit, als die Zahl vermuten lässt.

  • Prüf, was zugesagt ist. Neue Systemversionen und Sicherheitsupdates können unterschiedlich lange laufen.

  • Denk an den Verkauf. Willst du dein Handy nach zwei oder drei Jahren weitergeben, hilft eine lange Zusage beim Restwert.

  • Rechne den Preis pro Jahr. Ein etwas teureres Handy mit sieben Jahren kann sich über die Zeit eher lohnen als ein günstiges mit vier.

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