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Oppo Find X9 Pro im Test: Top-Hardware, China-Software bremst

Das Oppo Find X9 Pro begeistert mit riesigem Akku, starkem 200-MP-Tele und edler Verarbeitung. Der Knackpunkt ist die China-ROM.

Von

Der Typ vor und hinter der Kamera

Noten

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1−

sehr gut

Community

–

Noch keine Noten

BereichTechSiteCommunity
Haptik1−– (noch zu wenige Noten)
Display1– (noch zu wenige Noten)
Leistung1– (noch zu wenige Noten)
Software3+– (noch zu wenige Noten)
Akku1+– (noch zu wenige Noten)
Kameras1−– (noch zu wenige Noten)

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So liest du die Note

Fazit

Das Oppo Find X9 Pro ist zumindest bei der Hardware ein Smartphone ohne echte Schwächen: riesiger Akku, starkes Tele, edle Verarbeitung und butterweiche Leistung. Der Knackpunkt ist die China-ROM, für mich käme nur die Global-Variante infrage. Ich bin nach dem Vivo x300 Pro super picky, doch wer von einem anderen Smartphone kommt, auch vom S25 Ultra, wird hier Wow-Effekte en masse haben. Wenn du über das X9 Pro nachdenkst, kann ich es dir absolut empfehlen.

Pro

  • Riesiger 7.500-mAh-Akku mit zwei Tagen Laufzeit
  • Starkes 200-MP-Tele mit natürlichem Bokeh
  • Extrem gute Verarbeitung und erstklassiger Vibrationsmotor
  • Ruckelfreie, butterweiche Leistung
  • Display mit extrem dünnen Rändern und tollen Farben
  • Lädt per PD auch an fremden Netzteilen

Contra

  • Kein Qi2, keine eingebauten Magnete
  • China-ROM mit China-Diensten, weder Breeno noch Gemini nutzbar
  • Kamerabutton löst manchmal ungewollt aus
  • Keine smarte Suche
  • Automatik trifft bei Personen nicht immer den richtigen Look
  • Keine Anti-Reflexionsschicht

Auch als Import: Importpreis ansehen*. Dabei lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.

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Der Test

Wenn ich nur die Hardware bewerten müsste, wäre das Oppo Find X9 Pro eine 1+ mit Sternchen: Die Haptik ist erstklassig, der Vibrationsmotor ein Traum, und 7.500 mAh Akku sprechen für sich. Im Alltag ist aber die China-Software der entscheidende Knackpunkt. Zwischen schicken Animationen und nervigen China-Diensten stellt sich die Frage, ob die überragende Technik das ausgleichen kann. Bei kaum einem anderen Gerät war ich so hin- und hergerissen.

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Haptik: edel verarbeitet, aber ohne Qi2

Mein Testgerät in Silk-White erinnert in Look und Größe an das iPhone 17 Pro Max. Die Verarbeitung ist extrem gut, der Fingerabdrucksensor megaschnell und der Vibrationsmotor erstklassig.

Der Kamerabutton hat eine Klickvibration über den Motor. Das fühlt sich gut an, sorgt aber manchmal für ungewollte Eingaben: Beim Greifen habe ich ihn öfter aus Versehen gedrückt und kurz gedacht: Ist das Display jetzt an? Hab ich die Kamera geöffnet?

Den Action Button hat Vivo besser gelöst. Dort gibt es Doppelklick und langes Drücken, hier nur das lange Drücken. Und dann fehlt Qi2, und damit auch die Magnete, die dazugehören: Das Find X9 Pro hat keine eingebaut. Warum? Das kostet die glatte 1, deshalb gibt es eine 1−.

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Teilnote Haptik

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Display: extrem dünne Ränder, tolle Farben

Die Ränder sind mit 1,15 mm extrem dünn. Das Display ist hell, aber nicht so hell wie beim Vivo x300 Pro: 3.600 gegen 4.500 Nits.

Vergleich

MerkmalOppoFind X9 ProVivox300 Pro
Spitzenhelligkeit3.600 Nits4.500 Nits (vorn, 25 % mehr)
Auflösung2772 × 1272 Pixel (450 ppi)2800 × 1260 Pixel (453 ppi)
Bildratebis 120 Hzbis 120 Hz
Teilnote Display1 (vorn)1−

Leuchtende Werte liegen vorn, die Prozente zeigen, um wie viel.Zum vollen Vergleich →

120 Hz reichen mehr als aus, mehr braucht es nicht. Dazu kommen 450 ppi, tolle Farben und Gorilla Glass Victus 2. Eine Anti-Reflexionsschicht gibt es allerdings nicht. Unterm Strich eine 1.

Teilnote Display

TechSite 1

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Leistung: butterweich ohne einen einzigen Ruckler

Im Find X9 Pro stecken der Mediatek Dimensity 9500, in meinem Gerät 16 GB RAM und UFS-4.1-Speicher. In der gesamten Testzeit hatte ich keinen einzigen Ruckler, alles lief butterweich. Dafür gibt es eine 1.

Teilnote Leistung

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Software: schick, aber die China-ROM nervt

ColorOS 16 ist in der China-ROM, die ich getestet habe, richtig schick. Die Liquid-Glass-Adaption finde ich sogar besser gelöst als bei Apple, auch die Ripple-Effekte sind nice. Die Lockscreen- und Always-on-Designs mit Widgets sehen toll aus, sind aber sehr beschränkt. Viele Features und Einstellungen sind unter „Bedienungshilfen und Komfort“ versteckt.

Dann die Schattenseiten: Ein Doppelklick auf die Power-Taste öffnet nicht wie sonst bei Android die Kamera, sondern in der China-Version die chinesische Wallet-App. Deaktivieren kannst du das nur über unübersetzte chinesische Schriftzeichen, und auch nur, wenn du weißt, wo die Einstellung steht. Breeno und chinesische Elemente bekommst du ohne tiefere Eingriffe nicht komplett weg. Das liegt an der China-ROM und fällt nur selten auf, etwa bei den Widgets. Die QR-Code-Erkennung musst du erst in den Kameraeinstellungen aktivieren.

Breeno ist die chinesische KI von Oppo. Mit der China-ROM ist sie in Deutschland nicht benutzbar, weil sie nur Chinesisch kann. Gemini wie bei den EU-Versionen gibt es in der China-Version aber auch nicht. Du hast also weder Breeno noch Gemini und musst dir mit Apps Abhilfe schaffen.

Mir fehlt eine smarte Suche, wie ich sie von iOS kenne, mit Rechnen, App-Suche und so weiter. Die Benachrichtigungen sind wie bei Vivo nicht im Android-, sondern im iOS-Stil, zum Ausklappen ziehen kannst du nicht. Und manchmal merkt man, dass bei abgeschauten Funktionen nicht klar war, wie man sie umsetzen soll, etwa beim Koppeln von AirPods. Das Betriebssystem von Vivo hat mir einen Tick besser gefallen.

Wegen der China-ROM gibt es eine 3+. Die Global-Version wäre für mich im 2er-Bereich.

Teilnote Software

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Akku: 7.500 mAh, einfach crazy

7.500 mAh sind crazy. Ich komme auf zwei Tage Akkulaufzeit und kann das Handy ganz entspannt im Bereich zwischen 20 und 80 % nutzen, was dem Akku eine längere Lebensdauer beschert. Und das Find X9 Pro lädt per PD beziehungsweise SuperVOOC auch über mein Anker-Netzteil. Danke! Das ist eine glatte 1+.

Teilnote Akku

TechSite 1+

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Kameras: sehr gut, nur der Wow-Moment bleibt aus

Der Kamerabuckel gefällt mir sehr gut, er liegt an einer tollen Position zum Halten. Mein Problem: Ich habe vorher das Vivo x300 Pro genutzt, und dessen Kamera ist besser. Versteh mich nicht falsch, wir reden hier über den Unterschied zwischen sehr gut und extrem gut. Beim Vivo hatte ich nach einem Foto sehr oft einen „Alter, krass“-Moment, hier eher ein „Ja, schön!“. Die Kamera fühlt sich an wie eine bessere OnePlus-Kamera.

Vergleich

MerkmalOppoFind X9 ProVivox300 Pro
Hauptkamera50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,5 · 23 mm50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,6 · 24 mm
Ultraweitwinkel50 MP · 1/2,76″ (≈ 20 mm²) · f/2 · 15 mm (0,7×)50 MP · 1/2,76″ (≈ 20 mm²) · f/2 · 15 mm (0,6×)
Tele200 MP · 1/1,56″ (≈ 50 mm²) · f/2,1 · 70 mm (3×)200 MP · 1/1,4″ (≈ 63 mm²) · f/2,7 · 85 mm (3,5×)
Teilnote Kameras1−1 (vorn)

Leuchtende Werte liegen vorn.Zum vollen Vergleich →

Der Master-Modus ist bei allem schön, was keine Personen zeigt. Im Automatikmodus trifft die Kamera manchmal nicht den richtigen Touch, mit dem Pro-Modus ist aber alles möglich.

Die Hauptkamera mit 50 MP, f/1,5 und 1/1,28″-Sensor macht schöne Bilder und schöne Videos mit natürlichem Bokeh und satten Farben, ist aber wie bei OnePlus etwas zu kontraststark. Die Ultraweitwinkelkamera mit 50 MP, f/2,0 und 1/2,76″ trifft die Farben der Hauptkamera schön, liefert wegen des deutlich kleineren Sensors aber weniger Details.

Das Herzstück ist das 3×-Tele mit 200 MP, f/2,1 und 1/1,56″. Fast 80 % aller Fotos habe ich damit geschossen: super schönes, natürliches Bokeh, viele Details, schöne Farben, und im Master-Modus ist es sehr stark. Insgesamt eine 1−, das Vivo bekäme von mir eine 1+.

Teilnote Kameras

TechSite 1−

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China oder Global: welche Variante?

Die Software ist für mich der Knackpunkt. Wenn überhaupt, käme das Find X9 Pro für mich nur in der Global-Variante infrage. Die China-ROM bekommst du als Import ab 747 €, und dafür ist das Gerät eine 1 wert. Ob du zur China- oder zur Global-Variante greifen solltest, dazu habe ich bereits ein eigenes Video gemacht.

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Ich persönlich tendiere nach diesem Test zu Vivo und warte gespannt auf die Global-Variante des Vivo x300 Ultra.

Preis

Oppo Find X9 Pro

UVP 1.599 € · Import ab 747 € · Marktstart Februar 2026

Beim Import lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.

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Kamerabeispiele

Fotos aus dem Test, nach Objektiv sortiert. Wähl ein Bild, um es groß zu sehen.

Hauptkamera · 50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,5 · 23 mm

  • ISO
    80
    Blende
    f/1,5
    Zeit
    1/2002 s
    Brennweite
    28 mm

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