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Motorola Razr Fold im Test: starkes Debüt, viel zu hoher Preis

Motorolas erstes großes Foldable überzeugt mit Kamera, Akku und Leistung. Die Software ist Geschmackssache, 1.999 € sind zu viel.

Von

Der Typ vor und hinter der Kamera

Noten

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2+

gut

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–

Noch keine Noten

BereichTechSiteCommunity
Haptik2– (noch zu wenige Noten)
Display1−– (noch zu wenige Noten)
Leistung2+– (noch zu wenige Noten)
Software2−– (noch zu wenige Noten)
Akku1−– (noch zu wenige Noten)
Kameras2+– (noch zu wenige Noten)

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So liest du die Note

Fazit

Das Razr Fold ist ein echt solides Foldable, gerade für Motorolas erste Generation. Kamera, Akku und Leistung sind so stark, dass man es nicht mehr nur mit anderen Foldables vergleichen muss, sondern mit allen Smartphones. Mit der Software und vor allem der Kamera-App bin ich nicht ganz warm geworden, und 1.999 € sind viel zu viel. Ich würde ab etwa 1.000 € zugreifen, gebraucht oder im Sale.

Pro

  • Größte Kamerasensoren in einem Foldable
  • Sehr starkes 3×-Tele
  • Flüssige Leistung ohne Ruckler
  • Lange Akkulaufzeit
  • Helle Displays innen und außen
  • Schneller Fingerabdrucksensor und guter Vibrationsmotor

Contra

  • AI-Button ungünstig platziert und nicht frei belegbar
  • Kamera-App mit wenig Einstellungen
  • Leicht gebogenes Außendisplay mit dicken Rändern
  • Leicht scharfe Kanten auf der Rückseite
  • Viel zu teuer mit 1.999 €

Der Test

Das Razr Fold ist Motorolas erstes großes Foldable, und es hat die größten Kamerasensoren, die bisher in einem Foldable verbaut wurden. Eigentlich sind erste Generationen genau die, die man überspringt: Samsung, Oppo und Vivo haben alle mehrere Anläufe gebraucht, bis ihre Foldables wirklich alltagstauglich waren. Ich habe das Razr Fold zwei Wochen im Alltag genutzt und durch mein komplettes Smartphone-Zeugnis geschickt.

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Haptik: hochwertig, aber mit einem doof platzierten Button

Der Metallrahmen fühlt sich hochwertig an. Mit 10,1 mm ist das Razr Fold einen Tick dicker als andere moderne Foldables, aber da reden wir über Millimeter. Auf der Rückseite sind die Kanten leicht scharf. Entweder ist das so gewollt oder ein Verarbeitungsfehler. Das Kameraelement finde ich etwas unschön.

Richtig gut gelöst ist der leicht angeschrägte Rahmen. Dadurch hast du quasi einen kleinen Keil und kannst das Gerät deutlich besser auffalten als das Vivo mit seinen flachen Rahmen.

Der Power-Button ist gleichzeitig der Fingerabdrucksensor, und der arbeitet sehr schnell und zuverlässig. Der AI-Button dagegen ist sehr doof platziert, direkt bei den Lautstärketasten. Er ist zwar geriffelt, aber trotzdem quasi prädestiniert für Fehlklicks. Und das ist nicht das Einzige, was mich an ihm stört, dazu komme ich bei der Software.

Der Vibrationsmotor ist erstaunlich gut für so ein dünnes Gerät, sogar besser als beim Vivo X Fold 6. Erwähnenswert sind auch die Lautsprecher: absolut solide und auf ähnlichem Niveau wie bei meinem Oppo Find X9 Ultra. Unterm Strich gibt das eine 2.

Vergleich

MerkmalMotorolaRazr FoldVivoX Fold 6
Dicke10,1 mm4,4 mm
Gewicht243 g228 g
Teilnote Haptik21− (vorn)

Leuchtende Werte liegen vorn.Zum vollen Vergleich →

Teilnote Haptik

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Display: hell und scharf, außen leicht gebogen

Außen sitzt ein 6,6 Zoll großes LTPO-P-OLED-Display mit 165 Hz, FHD+-Auflösung, 415 ppi und bis zu 6.000 Nits Spitzenhelligkeit. Innen bekommst du 8,1 Zoll, ebenfalls LTPO-P-OLED, mit 120 Hz und bis zu 6.200 Nits.

Das Außendisplay ist nicht flach, sondern leicht gebogen, und das mag ich nicht so. Insgesamt ist das Display etwas weniger abgerundet als bei Smartphones von Vivo, Oppo oder Apple. Außen sind die Ränder außerdem etwas dick, die hätten ruhig dünner sein können. An der Qualität der Panels gibt es aber wenig zu meckern, deshalb gibt es eine 1−.

Umfrage

Außendisplay beim Foldable: lieber flach oder leicht gebogen?

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Teilnote Display

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Leistung: keine Ruckler

Im Razr Fold arbeitet ein Snapdragon 8 Gen 5 mit 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher, dazu kommen 256 GB bis 1 TB Speicher nach UFS 4.1. Zusammen mit der leichten Motorola-Software heißt das: keine Ruckler. Dafür gibt es eine 2+.

Teilnote Leistung

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Software: fast Stock-Android, mir etwas zu lieblos

Die Motorola-Software ist sehr nah am Pixel, mit eigener Schriftart und ein paar eigenen Veränderungen. Ansonsten ist es typisch leichtes, beinahe unverändertes Android. Es gibt zum Beispiel keine eigene Fotos-App, und auch Telefon und Nachrichten laufen über die Google-Apps. Weil es keine China-ROM ist, hast du hier auch „Ok Google“, Gemini per langem Druck und den Google-Newsfeed auf dem Startbildschirm.

Motorola hat viele Foldable-Funktionen eingebaut, die im Alltag praktisch sind. Komischerweise verhalten sich manche Apps anders als auf dem Vivo, zum Beispiel die Tesla-App. Das ist unschön, liegt aber wahrscheinlich auch an den App-Entwicklern.

Ich bin stark veränderte China-Software gewöhnt, deshalb wirkt diese hier auf mich etwas lieblos. Das ist aber Geschmackssache. So anpassbar wie China-Software ist sie nicht, ein paar eigene Ideen gibt es trotzdem.

Und dann wäre da noch der AI-Button: Er ist leider nicht frei belegbar. Ein langer Druck startet Moto AI, für den Doppeldruck musst du dich für eine Funktion entscheiden. Zum Glück musst du ihn nicht mit Kamera oder Taschenlampe belegen, denn dafür gibt es die typischen Motorola-Gesten. Motorola verspricht sieben Jahre Updates, also bis etwa 2033. Für die Software gebe ich eine 2−.

Updates

Der senkrechte Strich ist heute. Gezählt ab Marktstart, so wie der Hersteller Updates zusagt.

Teilnote Software

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Akku: hält erstaunlich lange

Der Akku hat 6.000 mAh und lädt mit bis zu 80 W per Kabel und 50 W kabellos. Er hält erstaunlich lange, ähnlich wie das Vivo X Fold 6 mit seinem größeren Akku. Das liegt an der gut optimierten, leichten Software. Das ist eine 1−.

Vergleich

MerkmalMotorolaRazr FoldVivoX Fold 6
Akku6.000 mAh7.000 mAh (vorn, 17 % mehr)
Laufzeit pro Ladung59 h 17 min (vorn, 1 % mehr)58 h 57 min
Mit Kabelbis 80 Wbis 80 W
Kabellosbis 50 W (vorn, 25 % mehr)bis 40 W
Teilnote Akku1−1−

Leuchtende Werte liegen vorn, die Prozente zeigen, um wie viel.Zum vollen Vergleich →

Teilnote Akku

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Kameras: die größten Sensoren in einem Foldable

Die Hauptkamera hat 50 MP, Blende f/1,6 und einen 1/1,28 Zoll großen Sensor. Der große Sensor sorgt für eine gute Lowlight-Performance. Die Farben sind schön lebendig, nichts wirkt überschärft oder zu stark übersättigt.

Die Ultraweitwinkelkamera mit 50 MP, f/2,0 und 1/2,76 Zoll ist nichts Besonderes, aber solide und ohne Randverzerrung. Das 3×-Tele mit 50 MP, f/2,4 und 1/1,95 Zoll ist dagegen ein Schmuckstück: tolle Schärfe, schöne Farben. Überhaupt sind die Farben über alle Kameras hinweg stimmig. Die Frontkameras mit 32 MP innen und 20 MP außen beeindrucken beide nicht. Innen ist sie etwas besser, aber schlechter zu gebrauchen, weil sie nicht zentriert sitzt.

Schwach finde ich die Kamera-App: Sie bietet wenig Einstellungsmöglichkeiten. Die Filter wirken eher wie Instagram-Filter statt wie leichte Anpassungen der Kamera. Die Unschärfe im Porträtmodus stellst du mit einem einfachen Regler von 1 bis 6 ein, keine Ahnung, warum oder was das bedeuten soll. Der Porträtmodus selbst ist solide und auch für Objekte nutzbar, aber bei Weitem nicht auf Vivo-Niveau.

Video geht bis 8K mit 30 fps, außerdem 4K mit 60 fps und im Zeitlupenmodus 4K mit 120 fps. Der Fokus ist bei Video etwas langsam, dafür ist die Stabilisierung gut. Insgesamt reicht das für eine 2+.

Teilnote Kameras

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Preis: zu teuer für das Gerät

Die UVP liegt bei 1.999 €, und das ist viel zu viel. Selbst 1.500 € fände ich für dieses Gerät noch zu viel. Ich würde es ab etwa 1.000 € kaufen, eventuell gebraucht oder im Sale.

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Preis

Motorola Razr Fold

UVP 1.999 € · Marktstart April 2026

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