TechSite
Suchen

Test · , aktualisiert am

Vivo x300 Ultra im Test: Kamera-Monster mit China-Kompromissen

Top-Kameras, Premium-Verarbeitung und starker Akku: Das Vivo x300 Ultra überzeugt, auch als China-Import, mit ein paar Software-Einschränkungen.

Von

Der Typ vor und hinter der Kamera

Noten

TechSite

1

sehr gut

Community

–

Noch keine Noten

BereichTechSiteCommunity
Haptik1– (noch zu wenige Noten)
Display1– (noch zu wenige Noten)
Leistung1+– (noch zu wenige Noten)
Software2+– (noch zu wenige Noten)
Akku1−– (noch zu wenige Noten)
Kameras1+– (noch zu wenige Noten)

Community-Noten geben Leser ohne Konto ab. Ob sie das Handy besitzen, prüfen wir nicht; von einem Internetanschluss zählen höchstens 10 Bewertungen pro Handy und Tag.

So liest du die Note

Fazit

Das Vivo x300 Ultra ist für mich ein herausragendes Smartphone: Premium-Verarbeitung, Spitzenleistung, ein starker Akku und eines der beeindruckendsten Kamerasysteme auf dem Markt, vor allem bei Porträts. Als China-Import kostet es weniger als die Hälfte, bringt aber Einschränkungen wie fehlendes Gemini, WearOS und eSIM mit. Wer darauf nicht angewiesen ist, dem empfehle ich die China-Version, abwägen muss das aber jeder selbst.

Pro

  • Premium-Verarbeitung mit mattem Aluminiumrahmen
  • Hochauflösendes 144-Hz-LTPO-AMOLED
  • Top-Leistung mit Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • Solide Akkulaufzeit und schnelles Laden
  • Herausragende Porträts und starker Nachtmodus
  • Kamera-App mit vielen Einstellungen

Contra

  • Wuchtiger Kameraberg, Optik Geschmackssache
  • Wirkt in der Hand kopflastig
  • China-ROM: kein Gemini, WearOS und eSIM
  • Ultraweitwinkel etwas übersättigt
  • Beautify gefühlt nie ganz aus
  • Tele-Sensor wie beim x300 Pro

Auch als Import: Importpreis ansehen*. Dabei lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.

* Affiliate-Link: Kaufst du darüber, bekommt TechSite eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Der Test

Das Vivo x300 Ultra ist eines der ambitioniertesten, aber auch eines der teuersten Smartphones auf dem Markt. Lässt du es aus China importieren, zahlst du weniger als die Hälfte. Welche Einschränkungen bringt das mit sich, und solltest du das tun? Ob das Gerät seinen Preis wert und ein wahres Ultra ist, prüfe ich wie immer anhand meines Smartphone-Zeugnisses.

Das Video lädt erst beim Abspielen, dann erfährt YouTube deine IP-Adresse. Mehr dazuAuf YouTube ansehen ↗

Haptik: Premium-Verarbeitung mit Kameraberg

Haptik und Buttons sind auf absolutem Premium-Niveau. Der matte Aluminiumrahmen wirkt sehr hochwertig. Es gibt absolut keine scharfen Kanten, alles ist perfekt verarbeitet.

Die Optik ist dagegen Geschmackssache. Ich verstehe jeden, der die runden Kameraelemente hässlich findet, und gehöre selbst so halb dazu. Vor allem, weil das hier kein Kamerabuckel mehr ist, sondern ein Kameraberg.

Umfrage

Wie gefällt dir das runde Kameramodul des Vivo x300 Ultra?

Das Ergebnis siehst du nach deiner Stimme. Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu

Das Gerät ist eigentlich perfekt ausbalanciert. Durch die Halteposition wirkt es aber kopflastig. Das ist nicht dramatisch, aber merklich. Alles andere ist absolut top.

Teilnote Haptik

TechSite 1

Community –

Deine Note

Display: hohe Pixeldichte, nichts zu meckern

Das LTPO-AMOLED-Display misst 6,8 Zoll, läuft mit bis zu 144 Hz und unterstützt HDR10+. Die Pixeldichte ist mit 510 ppi hoch. Geschützt wird das Display von Vivos Armor Glass. Die Displayschutzfolie habe ich bisher noch nicht abgezogen.

Teilnote Display

TechSite 1

Community –

Deine Note

Leistung: Spitzenklasse mit Snapdragon 8 Elite Gen 5

Im Inneren arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mein Testgerät hat 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Dafür gibt es von mir die Bestnote.

Teilnote Leistung

TechSite 1+

Community –

Deine Note

Software: China-ROM mit überschaubaren Einschränkungen

Das waren die Punkte, die ich dir jedes Mal erzähle. Jetzt kommen die spannenden Themen Software, Akku und Kameras, und hier gehe ich auch auf eure Fragen und die Einschränkungen der China-Software ein.

Auf meinem Gerät läuft die China-ROM mit OriginOS auf Basis von Android 16. Wie viel vorinstalliert ist, habe ich bereits gezeigt. Es braucht etwas Zeit, das System anzupassen. Das ist zeitintensiv, aber nicht kompliziert. Chinesisch lässt sich relativ gut aus dem System entfernen. Im Alltag siehst du kaum noch chinesische Zeichen, vieles ist ins Englische übersetzt, und Deutsch ist auch verfügbar.

Diese Einschränkungen gibt es mit der China-Version:

  • Kein Gemini und kein Circle to Search, als Ersatz bleibt das Google-Widget

  • Kein Standortverlauf in Google Maps und auch kein Standortteilen

  • Kein WearOS

  • Keine eSIM

  • Kein Google-Newsfeed in der Google-App

  • Kein Doppelklick auf die Power-Taste für die Kamera, stattdessen gehen Leiser-Taste oder Back-Tap

Ohne Einschränkungen funktionieren dagegen:

  • Banking-Apps und Google Pay

  • Benachrichtigungen, wenn du dafür sowohl die Energieeinstellungen anpasst als auch Autostart aktivierst

  • Volles 5G im Telekom-Netz, sogar besser als bei meiner Freundin mit iPhone

  • 4K-Streaming mit Netflix

  • Authenticator-Apps

  • Software-Updates, zwei habe ich bisher schon bekommen

Nicht getestet habe ich Android Auto, weil ich kein Auto mit Android Auto habe, und das Entfernen der China-Apps über den Computer.

Umfrage

Würdest du ein Handy mit China-ROM importieren, um viel Geld zu sparen?

Das Ergebnis siehst du nach deiner Stimme. Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu

Die Software gefällt mir weiterhin sehr gut. Sie ist natürlich relativ weit weg von Stock Android, hat aber schicke Animationen und viele individuelle Einstellungen. Die China-Apps und -Dienste lassen sich sehr gut entfernen, nicht komplett, aber genug, dass sie im Alltag nicht stören. Die Einschränkungen muss jeder für sich bewerten. Ich persönlich würde die China-Version nochmal kaufen und empfehle sie jedem, der nicht unbedingt auf seine WearOS-Uhr oder eSIMs angewiesen ist. An alles andere kann man sich gewöhnen.

Teilnote Software

TechSite 2+

Community –

Deine Note

Akku: groß genug für einen langen Tag

Die China-Version hat einen Akku mit 6.600 mAh, die globale Version kommt auf 6.400 mAh. Die China-ROM ist etwas ineffizienter, aber der Akku ist groß genug. Die Laufzeit ist solide: Nach einem vollen Tag mit fast 6 Stunden Display-Zeit und aktivem Always-on-Display hatte ich noch 20 % übrig.

Aufgeladen wird super schnell, laut Angabe mit bis zu 100 W. Ohne das eigene Ladegerät sind es aber nur 40 W.

Teilnote Akku

TechSite 1−

Community –

Deine Note

Kameras: Porträts, die ihresgleichen suchen

Das Kamera-Line-up ist beeindruckend. Die Stabilisierung ist merkbar besser geworden, und die Fotos sind superscharf. Dazu kommt meine Lieblings-Kamera-App mit tollen Einstellungsmöglichkeiten und frei belegbaren Shortcuts.

Hauptkamera: Der neue 200-MP-Sensor Lytia 901 macht tolle Fotos, und 35 mm sind eine tolle Brennweite. Die Farbmodi gefallen mir. Standardmäßig ist Vivid eingestellt, was mir zu viel ist. Ich mag lieber Rich. Per Doppeltipp auf 35 mm bekommst du 70 mm, dank 200 MP fast verlustfrei.

Ultraweitwinkel: Hier steckt der größte Ultraweitwinkelsensor auf dem Markt. Fotos und Videos sind scharf, aber wie gezeigt etwas übersättigt, selbst im Authentic-Modus. Die Farben sind wärmer geworden. Ich nutze das Ultraweitwinkel allerdings selten.

3,7-fach-Tele: Die 3,7-fach beziehen sich auf die klassische Weitwinkel-Brennweite von 24 mm, die 35 mm der Hauptkamera entsprechen quasi 1,3-fach. Etwas schade finde ich, dass hier der gleiche Sensor wie im x300 Pro steckt. Dafür sind die Stabilisierung besser und die Lichtaufnahme merklich höher. Das Oppo Find X9 Ultra hat hier einen 1/1,28-Zoll-Sensor statt 1/1,4 Zoll, dafür aber auch nur 3-fachen statt 3,7-fachen Zoom. 10-fach mit 50 MP ist quasi verlustfrei und bockscharf. Den direkten Vergleich mit dem Find X9 Ultra gibt es als eigenes Video auf YouTube. Die Farben sind zwischen den Linsen nicht exakt gleich, im Video siehst du, wo es springt.

Vergleich

Hauptkamera200 MP · 1/1,12″ (≈ 98 mm²) · f/1,9 · 35 mm50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/1,6 · 24 mm200 MP · 1/1,12″ (≈ 98 mm²) · f/1,5 · 23 mm
Ultraweitwinkel50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/2 · 14 mm (0,4×)50 MP · 1/2,76″ (≈ 20 mm²) · f/2 · 15 mm (0,6×)50 MP · 1/1,95″ (≈ 32 mm²) · f/2 · 14 mm (0,6×)
Tele200 MP · 1/1,4″ (≈ 63 mm²) · f/2,7 · 85 mm (2,4×)200 MP · 1/1,4″ (≈ 63 mm²) · f/2,7 · 85 mm (3,5×)200 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/2,2 · 70 mm (3×)
Video8K mit 30 fps, 4K mit 120 fps8K mit 30 fps, 4K mit 120 fps8K mit 30 fps, 4K mit 120 fps
Teilnote Kameras1+ (vorn)11+ (vorn)

Leuchtende Werte liegen vorn.Zum vollen Vergleich →

Die Porträts sind der Wahnsinn, für mich die allerbesten auf dem Markt. Und das nicht nur bei Personen: Du kannst alles im Porträtmodus fotografieren, selbst Bäume. Der Nachtmodus ist super gut. Auch die Videoqualität ist beeindruckend, mit Log in 4K mit 100 Mbit und sogar APV, was allerdings sehr speziell ist. Der Porträt-Videomodus überzeugt ebenfalls. Den Streetfotografie-Modus habe ich kaum benutzt. Ein Kritikpunkt: Beautify musst du ausschalten, und gefühlt ist es nie zu 100 % aus.

Teilnote Kameras

TechSite 1+

Community –

Deine Note

China-Import: lohnt sich das?

Die UVP liegt bei 1.999 €, als Import bekommst du das x300 Ultra ab 927 €. Ich finde das Gerät toll, und für mich überwiegt die Ersparnis die Einschränkungen der China-Software. Abwägen muss das aber jeder selbst, je nachdem, wie wichtig dir WearOS, eSIM oder Gemini sind.

Preis

Vivo x300 Ultra

UVP 1.999 € · Import ab 927 € · Marktstart April 2026

Beim Import lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.

* Affiliate-Link: Kaufst du darüber, bekommt TechSite eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Kamerabeispiele

Fotos aus dem Test, nach Objektiv sortiert. Wähl ein Bild, um es groß zu sehen.

Ultraweitwinkel · 50 MP · 1/1,28″ (≈ 75 mm²) · f/2 · 14 mm (0,4×)

  • ISO
    71
    Blende
    f/2
    Zeit
    1/1704 s
    Brennweite
    14 mm

War der Test hilfreich?

Gezählt wird ohne Konto und ohne Cookie. Mehr dazu