Der Vivo x500 Pro Max tritt mit 8.000 mAh und einer 200-MP-Telekamera in nur 8,1 mm gegen Honor und Oppo an. Ich habe ihn zwei Wochen genutzt. Oppo ist für mich eher etwas für die breite Masse, Honor für iPhone-Wechsler, und Vivo ist das Handy für Fotoenthusiasten, die die beste Kamera haben wollen. Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Vivos größter Gegner ist hier Vivo selbst.
Haptik: edel verarbeitet, aber das Design kennst du schon
Der erste Eindruck ist mega: hochwertiges Gehäuse, schickes Display und ein sehr, sehr bekanntes Design. Das x300 Pro liegt mit seinem gigantischen Kameraelement genauso gut oder schlecht in der Hand. Mit 225 g und 8,1 mm ist der x500 Pro Max angenehm dünn, dazu kommen IP68 und IP69 sowie Sturzfestigkeit Klasse B.
Die Verarbeitung ist exzellent und die Haptik weiterhin premium, aber das Design ist so langsam fällig für ein Update. Oppo und Honor machen etwas Neues. Okay, Honor kopiert eher, aber trotzdem, und das Honor liegt weicher in der Hand. Komisch finde ich, dass sich die Glasplatte zum Kameraelement hin erhöht. Immerhin ist das Handy nicht mehr so kopflastig wie letztes Jahr. Eine Kamerataste wie Camera Control bei Honor gibt es nicht, der Vibrationsmotor ist dafür wie üblich sehr hochwertig.
Unterm Strich ist das einfach absolut nichts Besonderes. Deshalb gebe ich eine 2, auch um Hersteller wie Oppo zu loben, die sich mit neuen Handydesigns wirklich Mühe geben.
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Teilnote Haptik
Display: super scharf, nur Honor wirkt heller
Das 6,85 Zoll große LTPO-AMOLED-Display löst mit 3168 × 1440 Pixeln hoch auf. Das sieht super scharf aus, zieht aber auch mehr Akku. Dazu kommen bis zu 144 Hz und eine Spitzenhelligkeit von 4.400 Nits.
Die Displayränder sind nicht ganz so dünn wie beim Honor, und dessen Display wirkt merkbar heller. Sonst gibt es hier nichts zu meckern, deshalb gibt es eine 1−.
Teilnote Display
Leistung: ein 2-nm-Chip, der für Jahre ausgesorgt hat
Im x500 Pro Max steckt der Mediatek Dimensity 9600 Pro mit 12 oder 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher. Es ist der neueste 2-nm-Chip, der tendenziell einen Tick stromsparender ist.
In Benchmarks liegt er hinter Oppo, Honor und Xiaomi, im Multicore aber auf dem Niveau des Snapdragon 8 Elite Gen 5. Im Alltag habe ich keine Ruckler bemerkt, und dieser Chip bleibt noch lange premium. Dafür gibt es eine 1.
Teilnote Leistung
Software: eigener Stil und endlich eSIM
Der x500 Pro Max startet mit Android 17, Updates gibt es bis etwa 2031. Die China-Elemente lassen sich gut entfernen. Vivo hat einen eigenen Stil, der nicht zu viel von Apple kopiert und hochwertig wirkt. Die App-Icons gefallen mir, sie sind etwas dreidimensionaler.
Es gibt viel Bloatware, die sich aber gut entfernen lässt. Benachrichtigungen kommen zuverlässig an, und Widevine L1 ist an Bord, nicht nur L3 wie bei Honor. Dazu kommen viele Individualisierungsmöglichkeiten, etwa die Animation beim An- und Ausschalten, die du jedes Mal merkst, wenn sie nicht basic ist.
Neu ist, dass erstmals auch die China-Version eSIM hat. Bei mir ließ sie sich buchen und nutzen, Android Auto funktioniert ebenfalls. Insgesamt eine 2+.
Teilnote Software
Akku: 8.000 mAh sind der echte Fortschritt
Der Akku ist das, was wirklich neu ist: 8.000 mAh statt 6.500 mAh, ein solider Sprung. Geladen wird mit 90 W per Kabel und 40 W kabellos.
Die Laufzeit ist sehr gut. Ich bin morgens mit 100 % gestartet und lag abends noch bei über 50 %, an einem Tag sogar bei 59 %.
Das Laden geht schnell, aber langsamer als beim Honor. In meinem Test von 3 % aus lag der Vivo nach 14 Minuten bei 22 %, das Oppo Find X9 Ultra trotz kleinerem Akku schon bei 34 %. Trotzdem: Für die Laufzeit gibt es eine 1.
Teilnote Akku
Kameras: eine Schärfe, die andere nicht hinbekommen
Die Hauptkamera hat 50 MP, einen 1/1,28-Zoll-Sensor mit LOFIC-Technik und f/1,6. Das Tele mit 200 MP, 85 mm und 1/1,4-Zoll-Sensor kennst du aus älteren Vivo-Smartphones. Ultraweitwinkel und Frontkamera haben je 50 MP.
Nachtfotos mit Nachtmodus sehen quasi aus wie Aufnahmen bei Tageslicht, und schon die Vorschau in der Kamera-App ist sehr gut, vielleicht wegen des LOFIC-Sensors. Sonst bemerkst du LOFIC nicht so wirklich. Mir sind noch Verarbeitungsfehler aufgefallen, die werden aber bestimmt per Update ausgemerzt.
Vivo hat einfach eine Schärfe in Fotos, die andere Hersteller nicht hinbekommen. Das beeindruckt mich jedes Mal. Tiere und Landschaften sehen wunderschön aus und gehören mit zum Besten. Der Porträtmodus ist der einzige, der wirklich immer einen perfekten Ausschnitt hinbekommt. Insgesamt gefällt mir das Leica-Porträt von Xiaomi aber besser. Hauttöne wirken manchmal zu hell, ein Beauty-Effekt scheint immer leicht aktiv zu sein, und die Haut wird etwas zu stark geglättet.
Komisch: Die App bietet 200-MP-Fotos auch mit Ultraweitwinkel und Hauptkamera an, und es kommt tatsächlich ein 200-MP-Foto heraus. Das muss aber Upscaling sein.
Video geht bis 8K mit 30 fps, und nach meinem Test kann der x500 Pro Max als erstes Smartphone 4K mit 240 fps aufnehmen. Das sieht sehr beeindruckend und einzigartig aus. Der Kinomodus im 21:9-Format mit dem Look „Paris Afterglow“ ist cool, aber warum nur 24 fps? Der Pro-Video-Modus lässt sich stark anpassen, und der langsame Fokusverlauf ist ein absoluter Hidden Gem. Dafür gibt es eine 1.
Teilnote Kameras
Das Problem: das x300 Ultra und der Preis
Wäre da nicht das x300 Ultra. Es hat leider eine nochmal bessere Kamera, auch ohne LOFIC: Die Hauptkamera mit 35 mm Brennweite hat einen größeren Sensor, das Tele ist dasselbe, und der Ultraweitwinkelsensor ist so groß wie die Hauptkamera beim x500 Pro Max. Dazu kommen einer der schnellsten Chips und ebenfalls ein perfektes Display. Nur der Akku ist mit 6.600 mAh kleiner, reicht aber trotzdem locker für mehr als einen ganzen Tag.
Vergleich
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Und dann der Preis: Das x300 Ultra bekommst du im Import für knapp 970 €, die EU-Variante kostet rund 1.500 €. Der x500 Pro Max kostet im Import aktuell ab 1.117 €, in der EU wird er bei etwa 1.799 € liegen. Eigentlich ist nur der Akku bemerkenswert, alles andere sind Details, bei denen du keinen Unterschied zu den deutlich günstigeren Vorgängern spürst.
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Import: für die meisten kein Problem
Beim Import gibt es Nachteile: nur ein Jahr Garantie über den Händler, und die Google-Integration ist anders. Immerhin sind eSIM und Android Auto an Bord. Für die allermeisten ist der Import deshalb kein Problem.
Beim Import lohnt ein Blick auf Garantie, Netzbänder und Google-Dienste.
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