Megapixel, kurz MP, gibt an, aus wie vielen Bildpunkten ein Foto besteht. Ein Megapixel sind eine Million Pixel. Ein Sensor mit 12 Megapixeln liefert Fotos mit etwa 4.000 × 3.000 Bildpunkten, einer mit 200 Megapixeln rund 16.000 × 12.000. Mehr Pixel bedeuten mehr Details, die du beim Hineinzoomen oder Zuschneiden noch erkennst. Über die Bildqualität sagt die Zahl allein aber wenig.
Warum mehr nicht automatisch besser ist
Jedes Pixel sammelt Licht. Teilen sich mehr Pixel dieselbe Sensorfläche, wird jedes einzelne kleiner und fängt weniger Licht ein. Bei wenig Licht rauscht das Bild dann stärker. Das Xiaomi POCO F9 Pro hat an der Hauptkamera 200 MP auf etwa 50 mm², das Xiaomi 17 Ultra 50 MP auf etwa 123 mm². Ein Pixel des 17 Ultra hat damit fast zehnmal so viel Fläche. Dazu kommt: Das Objektiv muss die feinen Details auch scharf abbilden, und die Bildverarbeitung entscheidet mit, was am Ende übrig bleibt.
Vergleich
Für den Handybildschirm oder soziale Netzwerke reichen 12 MP locker. Selbst ein 4K-Fernseher zeigt nur rund 8 MP.
Pixel-Binning
Hochauflösende Sensoren fassen meist mehrere benachbarte Pixel zu einem großen zusammen, typischerweise vier oder sechzehn. Aus 200 MP werden so Fotos mit 50 oder 12,5 MP. Das nennt sich Pixel-Binning. Bei viel Licht steht dir die volle Auflösung zur Verfügung, im Dunkeln arbeitet der Sensor mit größeren virtuellen Pixeln und rauscht weniger. Die volle Auflösung wählst du in der Kamera-App oft als eigenen Modus. Deshalb liegen Kameras mit sehr unterschiedlichen MP-Zahlen in der Praxis näher beieinander, als das Datenblatt vermuten lässt: Das Samsung S26 Ultra hat 200 MP auf etwa 73 mm², das Apple iPhone 18 Pro 48 MP auf etwa 75 mm².
Worauf du achten solltest
Schau zuerst auf die Sensorgröße, dann auf die Blende und erst danach auf die Megapixel. Viele Megapixel helfen vor allem beim Tele, weil du das Bild stärker zuschneiden kannst und trotzdem genug Details bleiben. Wie groß die Unterschiede zwischen den Sensoren sind, zeigt der Rechner Sensorgrößen.